Barrierefreiheit

Wir bringen allen Menschen den Himmel nah

Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Sternwarte Andreasberg haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Ihre Sternwarte soll als erste Sternwarte in Deutschland auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bieten, den Sternen- und Nachthimmel zu erleben und zu begreifen, und zwar mit allen Sinnen.

Bei Barrierefreiheit denken die meisten an Menschen mit körperlichen Einschränkungen – vor allem an Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer. Aber das Spektrum ist viel weiter. Es gibt in Deutschland mehr als 10 Millionen Menschen mit verschiedenen Behinderungen.

In der Sternwarte setzen wir möglichst viele (eigentlich) selbstverständliche Maßnahmen, Medien und Methoden zur Inklusion um. Mit Erfolg: Uns besuchen z.B. immer öfter Blinde und Sehbehinderte, Menschen mit Lern- und geistiger Behinderung – und natürlich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Einige bauliche Veränderungen hatten wir schon in der Planungsphase der Sternwarte mit Fachleuten aus verschiedenen Behinderungsbereichen besprochen.

Unsere Besucher erreichen die Sternwarte ohne Barrieren vom Parkplatz des Internationalen Haus Sonnenberg; ebenso die Veranstaltungsräume und das Beobachtungsgelände.

Folgende Maßnahmen ermöglichen und erleichtern Menschen mit Einschränkungen die Himmelsbeobachtung:

Handläufe mit Brailleschrift; verbreiterte Eingänge

Geländer im Außengelände mit integrierter Beleuchtung

Astronomische Medien zum Anfassen: 3D-Modelle von Himmelskörpern und CNC-gefräste Mondausschnitte

Live-Video-Übertrag von Himmelsobjekten (besonders für Sehbehinderte geeignet)

Teleskop-Säulen in unterschiedlichen Höhen

Die weltweit erste audio-taktile Himmelsscheibe

Audiotaktile Sternenkarte besonders für Sehbehinderte und Blinde
Der blinde Student Niels Luithard entwickelte die erste audio-taktile Himmelsscheibe

Universe2Go: Mit diesem Medium können auch sehbehinderte und blinde Menschen den Sternenhimmel (besonders) akustisch wahrnehmen.

Leicht verständliche und anschauliche Präsentationen

Geplant sind zwei Parkplätze neben den Teleskopsäulen, damit behinderte Astronomen ihr Equipment nach nur kurzem Weg installieren können.