Astroabend … Arbeiten … “Aus” für Frankreich …

Ein ausgefülltes erstes Juliwochenende an der Sternwarte:

Freitag-Nachmittag bringt unser fleißige Michael Koch die neuen dimmbaren LED-Lampen im Vortragsraum an, beginnt mit der Montage einer ersten Adaptionsplatte an der Säule, an der in einigen Wochen auch Menschen im Rollstuhl mit dem Teleskop den Nachthimmel beobachten können. Das nun fertige handwerkliche Gesellenstück des Vorsitzenden – das Rednerpult im Vortragsraum – zeigt das Logo unserer Sternwarte.

Vorstandssitzung mit der Leitung des Internationalen Haus Sonnenberg (IHS), konstruktive Gespräche über den Ausbau der Kooperation sowie Möglichkeiten, den Astrotourismus auszubauen.

Anschließend Finanzsitzung, um Förderanträge auf den Weg zu bringen und weitere Unterstützer und Sponsoren für das Projekt einer barrierefreien Sternwarte zu finden.

Um 18 Uhr ein Astroabend der besonderen Art: Gäste im IHS (Klassentreffen ehemaliger Schüler des Ernst-Abbe-Gymnasiums Berlin) und Sternfreunde des Vereins schauen gemeinsam das Fußballspiel Deutschland : Frankreich und bejubeln das Weiterkommen ins Halbfinale.

Im Anschluß erfahren auch die Berliner Gäste vom 2. Vorsitzenden Reinhard Görke, was sich im Juli am späten Nachthimmel beobachten läßt.

Die Gäste bekommen vom Vorsitzenden Utz Schmidtko vor Ort einen kurzen Einblick über das Sternwarten-Projekt.

Am Sonnabend konnte bei bestem Wetter der Schriftzug angebracht werden. So können wandernde Touristen aus 400m Entfernung die Sternwarte entdecken.

Im Sternwartegebäude waren viele fleißige Mitglieder aktiv, putzten, lackierten, räumten auf und sortierten astronomische Raritäten und Literatur, die uns Dr. Dieter Pauli aus Mecklenburg mitgebracht hatte.

Unsere Sponsoren-Sterne fanden jetzt im Vortragsraum ihren vorgesehenen Platz. Und es ist noch reichlich Platz für weitere ……

…. und am Sonntag sollst du kreativ sein…..

In wenigen Wochen bereit für alle Sternfreunde:  die Säulen mit Adaption verschiedener Montierungen mit 230V und 12V.

Und hier das Ganze in Bewegung:

 

Vorträge zu Sternwarten-Projekten in Wernigerode und Hannover

In der vergangenen Woche durfte ich sowohl im Rahmen des 20th International Symposium on Society and Resource Management an der Leibniz-Universität Hannover (gemeinsam mit Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz) als auch im Rahmen der Innovation Days 2014 an der Hochschule Harz Kurzvorträge halten – und obwohl es um ganz unterschiedliche Themen (Entwicklung nachhaltiger touristischer Angebote und Crowdfunding von Forschungsprojekten) ging, konnte ich in beiden Fällen unter anderem auf erfolgreiche Projekte der Sternwarte Sankt Andreasberg verweisen. Die beiden Foliensätze stelle ich für alle Interessenten gerne hier auf der Sternwarten-Seite ein, weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen finden sich im Blog unseres An-Instituts. Mit einem Klick auf das Symbol in der unteren rechten Ecke beider Folienfenster lassen sich die Vorträge übrigens im augenfreundlichen Vollbild-Modus betrachten.

Kurzbericht vom Fundamentenguss sowie vom Astro-Abend im Juni

Der 6. Juni 2014 dürfte rückblickend wohl als ein wichtiger Tag in die Chronik unseres Sternwarten-Projekts eingehen: Mit den Mitteln aus dem erfolgreichen Crowdfunding-Versuch konnte der Sternwarten-Verein den Guss des Fundaments für fünf erschütterungsfreie und barrierfrei nutzbare Teleskopsäulen auf dem Sternwarten-Gelände in Auftrag geben, der nun am Freitag endlich erfolgt ist. Neben den Bauprofis waren natürlich auch Utz Schmidtko, Michael Koch, Reiner Lehr, Reinhard Görke und andere fleißige Helfer mit von der Partie. Mit dem Fundament ist nun sozusagen der Grundstein für die weitere barrierefreie Umgestaltung des Außengeländes gelegt, der in den kommenden Wochen fortgeführt werden und aller Voraussicht nach bis zum STATT 2014 im August abgeschlossen sein wird. Eines der Highlights dieses Ausbaus wird sicher die direkte Verbindung zwischen einer der fünf Säulen und dem Beamer im neuen Vortragsraum der Sternwarte werden, über welche die durch das dort montierte Teleskop eingefangenen Eindrücke des Universums direkt auf die große Leinwand gelegt werden können.

Über eine weitere Premiere konnten wir uns auch im Rahmen des Astro-Abends freuen: Mit Mitgliedern der Volkssternwarte Hattingen war erstmals eine größere Besuchergruppe in den neuen Räumlichkeiten zu Gast, die sich anschließend noch bis tief in die Nacht bei der gemeinsamen Beobachtung mit Mitgliedern unseres Sternwarten-Vereins am Oberharzer Nachthimmel erfreute. Am neuen Rednerpult der Sternwarte führte Reinhard Görke wie immer kurzweilig mit Hilfe von Stellarium in den aktuellen Nachthimmel ein und stellte außerdem ein privates Projekt – den Bau einer automatischen Nachführung für sein neues Dobson-Teleskop – vor. Darüber hinaus brachte er von seinem Ausflug ins nordrhein-westfälische Effelsberg einige faszinierende Aufnahmen des dortigen Radioteleskops mit, das mit einem Durchmesser von 100 Metern zu den größten beweglichen Radioteleskopen überhaupt gehört. Zur radioastronomischen Arbeit, die in Effelsberg geleistet wird, wird es in den kommenden Monaten noch einen seperaten Vortrag geben, den man sich heute schon vormerken sollte.

Alles in allem ein mehr als erfreulicher Tag für alle Freundinnen und Freunde unserer Sternwarte. Es geht voran!

Foto: Utz Schmidtko

Foto: Utz Schmidtko

Der Sternenpark Schwäbische Alb braucht unsere Stimmen

So wie wir hier in der Sternwarte Sankt Andreasberg seit Jahren an der Vision vom Sternenpark Harz arbeiten, setzen sich auch in anderen noch dunklen Gegenden Deutschlands engagierte Hobbyastronomen für den Schutz des Nachthimmels ein. Eine Initiative, in den den letzten Jahren ganz besonders aktiv gewesen ist, ist die Gruppe Sternenpark Schwäbische Alb, die sich dafür einsetzt, dass das Biosphärenreservat Schwäbische Alb zum Sternenpark erklärt wird. In diesem Jahr bewirbt sich das Sternenpark-Team um den Energiewendepreis 2014 der Sparkassen – natürlich mit einem Konzept für umweltfreundliche, energiesparende und zugleich lichtsmogarme städtische Beleuchtung. Genau die Art von Beleuchtung also, die wir uns auch hier im Harz wünschen – insofern würden wir uns freuen, wenn die Mitglieder und Freunde unserer Sternwarte die Bewerbung der Sternenfreunde aus Baden-Württemberg mit ihrer Stimme unterstützen könnten. Alle Informationen zur Teilnahme an der Abstimmung finden sich auf der nachfolgend verlinkten Internetseite.

http://www.sternenpark-schwaebische-alb.de/neues-2014/bitte-stimmen-sie-ab.html

Nach dem Crowdfunding-Erfolg beginnen die ersten Bauarbeiten

Vor fast genau einer Woche endete das Crowdfunding-Projekt unseres Sternwarten-Vereins bei Sciencestarter mit einem großartigen Erfolg, der uns nach wie vor sprachlos macht: Anstatt der für den barrierefreien Umbau unseres Außengeländes minimal erforderlichen 3.500 Euro, sind ganze 4.500 Euro zusammengekommen – und eine weitere Spende über 1.000 Euro steht noch im Raum. Insofern steht dem Ausbau nun nichts mehr im Wege – und da wir ohnehin auch vereinseigene Mittel sowie die Arbeitskraft unserer handwerklich begabteren Mitglieder einsetzen wollten, konnten wir nun bereits vor der Endauszahlung des Crowdfunding-Betrags mit den ersten Aushub- und Metallarbeiten beginnen. Wie die nachfolgenden Fotos zeigen, ging es dabei schon richtig zur Sache – und auch der neue Sternwarten-Vortragsraum nimmt dank der fleißigen Arbeit von Michael Koch, Utz Schmidtko, Elfriede Fischer, Jürgen Riechert und vielen anderen immer mehr Gestalt an und dürfte schon bald “einweihungsreif” sein. Über den weiteren Fortschritt der Arbeiten werden wir natürlich regelmäßig hier und im Blog unserer Sternwarte bei Sciencestarter berichten.

Dem Vortragenden über die Schulter schauen…

…ist im neuen Vortragsraum der Sternwarte Sankt Andreasberg schon mehrere Monate vor dessen Eröffnung dank eines aufwändigen 3D-Modells möglich, das wir mit Hilfe der Software DIALux erarbeitet haben. Derzeit arbeiten einige besonders fleißige Sternwarten-Mitglieder tatkräftig daran, diese Vision möglichst bald Realität werden zu lassen – und sind dabei schon sehr gut vorangekommen. Wenn die Bau- und Rennovierungsarbeiten auch weiterhin so gut laufen, dürften bald die ersten Vorträge in diesem gediegenen Ambiente möglich sein.

Start unseres Crowdfunding-Projekts: Unterstützer gesucht!

Eine wichtige Information für alle Mitglieder und Freunde der Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.: Heute startet ein Finanzierungsprojekt unseres Sternwarten-Vereins auf der Crowdfunding-Plattform Sciencestarter. Bei Crowdfunding handelt es sich um einen relativ neuen Weg der Projektfinanzierung, bei dem ein Vorhaben öffentlich im Internet vorgestellt wird und dort um die finanzielle Beteiligung durch Unterstützer wirbt, die das Vorhaben mit kleinen Summen ab 5 Euro bis hin zu Großspenden unterstützen können. Mit Hilfe dieses Finanzierungsinstruments wollen wir den Außenbereich des Sternwarten-Gebäudes auf dem Gelände des Internationalen Haus Sonnenberg barrierefrei umgestalten und drei Teleskopsäulen installieren, die auch durch Rollstuhlfahrer genutzt werden können. Hierfür fehlen uns derzeit noch rund 3.500 € (die verbleibenden 1.500 € können über die regulären Mitgliedsbeiträge erbracht werden) – und genau diese Summe wollen wir nun bei Sciencestarter einwerben.

Während der heute angelaufenen Startphase geht es nun vor allem darum, erst einmal 50 Fans direkt auf der Sciencestarter-Plattform zu bekommen, um für die zweite Phase – die der Finanzierung – zugelassen zu werden. Hierzu ist lediglich eine kostenfreie Registrierung bei Sciencestarter erforderlich – und auch das “Fansein” bei unserem Projekt kostet natürlich nichts und bietet den Vorteil, dass man über sämtliche Neuigkeiten zum Projekt regelmäßig per Newsletter auf dem Laufenden gehalten wird. Sollten wir die Finanzierungsphase erreichen – und da sind wir durchaus sehr guter Dinge – werden wir anfangen, um direkte finanzielle Unterstützung zu werben. Für alle Unterstützer haben wir natürlich tolle Gegenleistungen auf Lager – von der Sternwarten-Postkarte über den Sankt Andreasberger Sterntaler und die persönliche Astroführung bis hin zum All-inclusive-Astro-Urlaub in Sankt Andreasberg. Mitmachen lohnt sich also!

Um ein Fan unseres Projekts zu werden, bitte einfach auf dieser Seite auf den Button Fan werden! klicken und das Registrierungsformular ausfüllen:

http://www.sciencestarter.de/sternwarte-sankt-andreasberg

Vielen Dank!

Deutschlands erster Sternenpark liegt in Brandenburg

Wie unsere Vereinsmitglieder und -freunde wissen, verfolgt der Verein Sternwarte Sankt Andreasberg e.V. neben dem großen Ziel des Baus und Betriebs einer Sternwarte – dem wir im vergangenen Jahr mit der Angliederung an das Internationale Haus Sonnenberg ein ganzes Stück nähergekommen sind – noch das kleine Ziel, die Region um Sankt Andreasberg mit ihrem wundervoll dunklen Nachthimmel irgendwann durch die International Dark Sky Association (IDA) zu einem sogenannten Sternenpark zertifizieren zu lassen. Dass auch andere Regionen am Ziel der astrotouristischen Vermarktung ihres Sternenhimmels arbeiten – und diesbezüglich auch schon ein wenig weiter sind als unser Harz – zeigt sich an der heutigen Bekanntgabe der IDA: Der Naturpark Westhavelland wird zur Dark Sky Reserve und damit zu Deutschlands erstem Sternenpark erklärt!

Zu diesem großartigen Gewinn für die deutsche Astro-Szene habe ich für die ScienceBlogs einen ausführlichen Bericht verfasst, der sich bei Interesse hier nachlesen lässt. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hatte übrigens der Lichtverschmutzungs-Experte Dr. Andreas Hänel, den wir auch schon zu mehreren Vorträgen und Veranstaltungen hier in Andreasberg begrüßen durften. Uns spornt diese Nachricht jedenfalls nur noch weiter an, auch für den Harz auf die begehrte Astro-Zertifizierung hinzuarbeiten. Weitere Informationen über das Projekt Sternenpark Harz finden sich hier auf unserer Sternwarten-Webseite.

Das Team der Sternwarte Sankt Andreasberg gratuliert den erfolgreichen Antragstellern!

Aufnahme der Milchstraße mit einem Fischauge
Eine Fisheye-Aufnahme des Sternenhimmels über dem Naturpark Westhavelland mit vier deutlich erkennbaren Lichtglocken am Horizont und einem wundervoll klaren Blick auf die Milchstraße (Foto: Dr. Andreas Hänel).

Aktuell: Kometen, Meteorströme …

Sonne – aktiv am 14.2.2012

Bild der Sonne
Unser Zentralstern am 14.02.2014: Die Sonne – im Ha-Licht (Foto: Utz Schmidtko)

Supernova entdeckt: SN 2014J

eine Supernova  wurde am 21. Januar in der Galaxie Messier 82 von Studenten in der Sternwarte der London University entdeckt. Die Sternexplosion  ist rechts des Zentrums von M82 zu sehen.

 

Bild mit den verwendeten Einstellungen speichern.

Hier eine Aufnahme unseres Mitglieds Michal Woronowicz. Er berichtete: Wir hatten hier am Montag viel Glück, die Wolken waren plötzlich weg.
Ich habe mit meiner Moravian G2-8300 fotografiert. Weil das Teleskop eine 5000 mm Brennweite hat, habe ich mit 4×4 Binning gearbeitet.
Es gab 20xL je 60 s, 3xB und G und 5xR je 180 s.

ISON

hat sich nun doch mehr oder weniger aufgelöst. Reste könnten noch mit dem Hubble-Weltraumteleskop festgestellt werden.

Aber nicht nur ISON zieht das Interesse der Astronomen z. Zt. auf sich. Auch C/2013 R1 (Lovejoy) wird fast für das bloße Auge sichtbar.

Am 2.12.2013 früh morgens war der Himmel klar und Lovejoy stand hoch genug, bevor der Nebel aufzog.

Hier das Foto  (1/4 Ausschnitt vom Original; 90sec, 2,8/200er Tele, 5:30 Uhr)

Komet C/2013 R1 – Lovejoy –   Foto: Utz Schmidtko

Meteorströme

Geminiden

Sie gehören zu den stärksten Meteorströmen des Jahres und sind zwischen dem 7. bis 17. Dezember die ganze Nacht über sichtbar . In der Zeit des Maximums (Nacht vom 13. auf den 14. Dezember) sind bis zu 120 Sternschnuppen in der Stunde sichtbar. Ursprung der Geminiden: der Asteroid (3200) Phaethon.

…. die Nacht vom 13. auf 14. Dezember war klar. Ab  4 Uhr störte das Mondlicht nicht mehr und so entstanden diese Aufnahmen der diesjährigen Geminiden…

Draconiden

Ein Meteoritenschauer  besonderer Art konnte am 10.Oktober 2013 auf ISLAND beobachtet werden: Draconiden im Polarlicht.

Draconiden auf Island 10.10.2013 (Utz Schmidtko)