Sternenpfad Harz – Planung stößt auf positives Echo

Wenige Tage nachdem eine Presseagentur die Idee eines geplanten Sternenpfades im Harz veröffentlichte, gab es viel positive Resonanz: Die Radiosender von MDR und FFN führten Interviews mit dem Vorsitzenden der Sternwarte, die z.T. schon mehrfach gesendet wurden. Auf unserer Facebookseite stieg die Zahl der Leser und Kommentatoren stündlich. Das Interesse ist groß, denn hier bietet sich eine weitere Chance für den Harzer Tourismus.

Webseite in neuem Design

Liebe Sternenfreunde,

seit einiger Zeit hatten wir den Plan, die Webseite der Sternwarte Sankt Andreasberg zu überarbeiten. Nach viel Arbeit und reichlicher Unterstützung erstrahlt diese nun in neuem Design. Die Inhalte wurden neu strukturiert und das Design für mobile Geräte angepasst.

Die Überarbeitung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Einige Inhalte werden noch übertragen und die Barrierefreiheit weiter verbessert.

Über Lob, Kritik und Verbesserungswünsche über die Kommentarfunktion oder per E-Mail würden wir uns sehr freuen.

Liebe Grüße,

der Webmaster

Ich war noch niemals auf Saturn

Eine Reise durchs Universum, spannend, humorvoll, ohne aus dem eigentlichen Buch vorzulesen – frei und anschaulich erzählt. So funktionierte Michael Büker den vollen Veranstaltungsraum der Sternwarte Sankt Andreasberg in ein Raumschiff um und nahm die Zuhörer bei der Lesung mit auf eine zweistündige Reise weg von unserem Heimatplaneten. Vorbei an den Planeten unseres Sonnensystems ging es bis in weite Galaxien. Ich war noch niemals auf Saturn (so der Buchtitel), konnte am Ende keiner der Mitreisenden mehr behaupten.

Abgerundet wurde der Astroabend der Sternwarte Sankt Andreasberg durch den Vortrag von Reinhard Görke, der die Gäste darüber informierte, was sie im Monat Juni am Himmel sehen können.

Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“
Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“
Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“
Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“
Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“
Michael Büker liest aus „Ich war noch niemals auf Saturn“

So ein Himmel…

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig Menschen unseren Sternenhimmel kennen und kaum darüber Bescheid wissen, was in dem großen Universum über dem Staubkörnchen Erde zu entdecken ist.

Sonnabendnacht stand  eine etwa zehnköpfige Gruppe von Mountainbikern an unserem Teleskop und niemand wusste, dass der helle Stern im Südwesten der Planet Jupiter ist. (Da kann ich ja die Monde und sogar Streifen sehen!!!)

Verwundert hatten sie eine halbe Stunde vorher ein hell leuchtendes Objekt, das seine Bahn von Westen nach Osten (oft dreimal hintereinander exakt alle 95 min.) über unsere Sternwarte zog, gesichtet. Das konnte doch gar kein Flugzeug sein, merkte ein Gast an, das blinkte doch auch gar nicht. Großes Erstaunen darüber, das erste Mal im Leben die Internationale Raumstation (ISS)  live am Nachthimmel gesehen zu haben.

Warum wir hier in Sankt Andreasberg eine Sternwarte haben, wurde jedem Besucher beim Anblick der Milchstraße in dieser Nacht klar. Und so war es mal wieder für alle ein Genuss: Natur pur (… bis 3 Uhr nachts).

Langzeitaufnahme des Nachthimmels mit einem langen, hellen Streifen als Bahn der ISS
Die ISS – „pünktlicher als die Bahn“ – manchmal alle 95 Minuten sichtbar.
Abbildung der Milchstraße von der Sternwate aus
Gibt es ein besseres Argument für den Standort einer Sternwarte?

Blick auf die Milchstraße über dem Gebäude der erleuchteten Sternwarte. Im Vordergrund der Beobachtungsplatz mit Teleskopen und Zelten.

Beleuchteter Glockenturm unter dem Firmament mit Milchstraße.
Nach so einer Nacht wissen unsere Besucher, warum hier in Sankt Andreasberg in 700m Höhe eine Sternwarte entstand. (Montage mit Glockenturm von Sankt Andreasberg)

Eine Begegnung der besonderen Art

Dem guten Kontakt zwischen der Sternwarte Sankt Andreasberg und dem Verein Andersicht e.V. – Kompetenz für hör- und tastsinnige Projektarbeit in Kiel – ist es zu danken, dass der Verein in diesem Jahr drei Tage in Sankt Andreasberg zu Gast war. Die Jahreshauptversammlung dieses sehr aktiven Vereins fand direkt neben der Sternwarte im Internationalen Haus Sonnenberg statt. Auch barrierefreie Unterkunftsmöglichkeiten konnten hier genutzt werden. Schon am Anreisetag gab es ein gemeinsames Abendessen mit dem Vorstand der Sternwarte im Speiserestaurant Fischer, bei dem sofort die Atmosphäre stimmte.

Der nächste Tag war eine besondere Herausforderung für die Referenten der Sternwarte. Sehbehinderten und blinden Menschen Inhalte, Themen sowie Bilder und Videos zu vermitteln, gelang dem Sternwartenteam mit viel Einfühlungsvermögen. Hilfreich waren dabei durchaus die ein oder andere Kritik sowie Verbesserungsvorschläge der Gäste. Nur in dieser Form der Zusammenarbeit kommt die Sternwarte ihrem Ziel näher, in Deutschland die erste barrierefreie Sternwarte zu werden.

Das einmalige Geschenk (Sachwert: 20.000 €) des Vereins Andersicht e.V. an die Sternwarte Sankt Andreasberg im vergangenen Jahr – die weltweit erste audio-taktile Himmelsscheibe – ist inzwischen bei vielen Gästen und Besuchern der Sternwarte ein beliebtes Medium zum Kennenlernen des  Sternenhimmels geworden.

Niels Luithardt erklärt die audiotaktile Himmelsscheibe vor mehreren Zuhöhrern
Niels Luithardt – Student und selbst blind – ist der Entwickler dieser ersten audiotaktilen Himmelsscheibe und erklärt gern anderen die Funktionsweise
Michal Woronowicz erklärt den blinden Gästen das geplante Vorhaben eine Sternenpfades im Harz
Michal Woronowicz erklärt den blinden Gästen das geplante Vorhaben eine Sternenpfades im Harz

Von der Reise zurück

Eine Reise dieser Art bekommt man selten geboten. Die Sternwarte Sankt Andreasberg machte es am Sonnabend, 6. Mai im Kurhaus Sankt Andreasberg möglich.

Sonne, Mond und Sterne – Eine Reise zu den Sternen und zurück – erlebten fast 100 „mitreisende“ Gäste, die z.T. sogar aus Hannover angereist waren.

Das  Trio zu Viert (Fagottistin Doris Schmidt, der Fagottist Martin Peter, der Bassgitarrist Albrecht Noetzel, der Gitarrist Karsten Richter sowie der Autor Werner Kieselbach) nahm die Besucher des Konzertes mit auf eine lyrisch-musikalische Reise zu den Sternen.

Karsten Richter erzählte und erläuterte die Tierkreiszeichen im Jahresverlauf. Er informierte über die dazu gehörigen Sternbilder und schilderte Interessantes aus Astronomie und Astrologie. Die Fagottisten trugen zu jedem der Tierkreiszeichen ein spezielles Musikstück vor. Während Karsten Richter die Sternbilder mit Fotografien visualisierte, spürten Martin Peter und Doris Schmidt mit ihren Fagotten den Sternbildern musikalisch nach.

Im zweiten Teil des Programms ging es von den Sternen zurück zur Erde. Die Zuschauer erfreuten  sich der musikalischen Leckerbissen aus verschiedenen Genres. Swingtitel wie „Moonriver“ oder „Fly me to the moon“ gehörten genauso zum Repertoire wie die Aufforderung an das Publikum zum gemeinsamen Singen. Der Autor Werner Kieselbach trug dazu ausgewählte Texte und Geschichten von Sonne, Mond und Sternen vor. Ob Goethes „Zauberlehrling“ oder Theodor Storms Märchen vom „Kleinen Häwelmann“ – auch hier war das Angebot breit gefächert. Die Zuschauer waren begeistert und werden auch durch diese astro-musikalische Reise die vielen weiteren Veranstaltungsangebote der Sternwarte Sankt Andreasberg gern besuchen.

Dass die Veranstaltungshinweise der Sternwarte Sankt Andreasberg in Zukunft noch mehr Menschen erreichen werden, verdanken wir auch der Unterstützung des Marketingbeirates der BTMG.

Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler

22 Schülerinnen und Schüler vor dem Eingang der Sternwarte
22 Schülerinnen und Schüler besuchten die Sternwarte

Mehr als die Hälfte der zukünftigen Astronomen werden wohl weiblich sein. Einen himmlischen Tag erlebten 22 Schülerinnen und Schüler am 27. April in der Sternwarte Sankt Andreasberg. Ein sechsstündiges Programm des Sternwarten-Teams bot den Teilnehmern mehr Inhalte und Themen als an manchem Schultag.

Sie bekamen einen Einblick in Fachgebiete der Astronomie, lernten das Projekt der ersten barrierefreien Sternwarte Deutschlands kennen; verwandte Berufe wurden vorgestellt (Optiker Cronjäger von Brillen Rottler in Clausthal-Zellerfeld); nach einer Grillparty gegen Mittag gab es einen Einblick in mögliche Berufe der Weltraumfahrt von Matthias-Gruhn-Creutzburg; die Teilnehmer bekamen eine Anleitung in Astro-Software; Michal Koch und Reinhard Görke zeigten den erstaunten Schülern mit besonderen Teleskopen die Venus am helllichten Tage sowie Sonnenflecken auf unserem Zentralstern. Michal Woronowicz gab den interessierten Jugendlichen Einblicke in die Technik von Fernrohren; im kleinen Planetarium der Sternwarte liefen 3D-Projektion der wunderbaren Milchstraße über Sankt Andreasberg; ein besonderes Highlight war die weltweit erste audiotaktile Himmelsscheibe für blinde und sehbehinderte Menschen, die Reinhard Görke den Schülern erklärte und damit auch sensibilisierte, dass nicht alle Menschen gleich wahrnehmen können.

Der Zukunftstag 2017 an einer Sternwarte: Ein gelungener Tag auch für die berufliche Orientierung junger Menschen. Erstaunlich war die Resonanz auf die Frage, wer den Berufswunsch des Astronomen für sich in die engere Wahl zieht; mehr als ein Viertel der Schülerinnen und Schüler fand besonderes Interesse.

Reinhard Görke Erklärt im Vortragsraum vor einer Gruppe Schülern den Nachthimmel anhand einer Himmelsscheibe
Reinhard Görke Erklärt den Nachthimmel
Michal Koch steht hinter dem Sonnenteleskop und erklärt dessen Funktion während eine Gruppe von Schülern interessiert zuhört.
Michal Koch weist die Schüler in das Sonnenteleskop ein
Rheinhard Görke steht hinter dem Sonnenteleskop während eine Schülerin damit beobachtet
Rheinhard Görke zeigte den Schülern die Venus und Sonnenflecken

Astronomische Musikveranstaltung

… und schon jetzt die Ankündigung eines großes Musik-Events der Sternwarte St. Andreasberg am 6. Mai 2017, 17 Uhr im Kurhaus St. Andreasberg;

Karten  ab 9. März 2017 in den Tourist-Information St. Andreasberg, Braunlage und Hohegeiß sowie in der Sternwarte St. Andreasberg.

Sonne, Mond und Sterne – Eine Reise zu den Sternen und zurück

„Zu den Sternen und zurück“, so überschreibt das Trio zu Viert sein Programm. Und verblüffender Weise besteht das  Trio zu Viert aus vier Männern und einer Frau.

Hinter dem Trio zu Viert verbergen sich die Fagottistin Doris Schmidt, der Fagottist Martin Peter, der Bassgitarrist Albrecht Noetzel, der Gitarrist Karsten Richter sowie der Autor Werner Kieselbach, der auch einzelne musikalische Titel singt.

Die Zuschauer erwartet eine lyrisch-musikalische Reise zu den Sternen. Im ersten Teil des Programms stehen Karsten Richter von der Gifhorner Sternwarte und die beiden Fagottisten Doris Schmidt und Martin Peter im Mittelpunkt. Richter erzählt und erläutert die Tierkreiszeichen im Jahresverlauf. Er informiert über die dazu gehörigen Sternbilder und schildert Interessantes aus Astronomie und Astrologie. Die Fagottisten tragen zu jedem der Tierkreiszeichen ein spezielles Musikstück vor. Die hat der zeitgenössische belgische Komponist Luc Greten unter dem Titel „Astro-Fagotte“ geschaffen. Während Karsten Richter die Sternbilder mit Fotografien visualisiert, spüren Martin Peter und Doris Schmidt mit ihren Fagotten den Sternbildern musikalisch nach.

Im zweiten Teil des Programms geht es von den Sternen zurück zur Erde. Die Zuschauer dürfen sich auf musikalische Leckerbissen aus verschiedenen Genres freuen. Swingtitel wie „Moonriver2 oder „Fly me to the moon“ gehören genauso zum Repertoire wie die Aufforderung an das Publikum zum gemeinsamen Singen. Der Autor Werner Kieselbach trägt dazu ausgewählte Texte und Geschichten von Sonne, Mond und Sternen vor. Ob Goethes „Zauberlehrling“ oder Theodor Storms Märchen vom „Kleinen Häwelmann“ – auch hier ist das Angebot breit gefächert. Die Zuschauer jedenfalls dürfen sich auf einen schönen literarisch-musikalischen Abend freuen.