Feierlicher Vereinsgeburtstag

Im Alter von 10 Jahren feiert man eigentlich noch „Kindergeburtstag“. Nicht so beim Verein Sternwarte Sankt Andreasberg e.V., der durch den Fleiß und die Aktivitäten seiner Mitglieder ganz schnell erwachsen wurde. Seit knapp vier Jahren gibt es nun einen äußerst erfolgreichen Sternwartenbetrieb, der von vielen Besuchern fast wöchentlich genutzt wird – auch für Geburtstagsfeiern oder Goldene Hochzeiten, Schulklassen-Exkursionen u.a..

Veronika Koolen war 2018 die 1. Vorsitzende und stellte mit nur 13 Mitgliedern die Weichen für dieses Sternwartenprojekt. Sie berichtete bei der Feier aus der Anfangszeit.
Veronika Koolen war 2018 die 1. Vorsitzende und stellte mit nur 13 Mitgliedern die Weichen für dieses Sternwartenprojekt

Während des Festaktes am Vormittag zeigten sich sowohl der stv. Landrat Brennecke als auch Bürgermeister Grote angetan vom Leuchtturmprojekt Sternwarte und wünschten in Anwesenheit der Gäste und vieler Wegbegleiter, die z.T. schon bei der Entstehung des Vereins dabei waren, weiterhin viel Erfolg.

Am Nachmittag feierten dann zahlreiche Mitglieder und verbrachten mal einen Nachmittag ohne die sonst übliche Arbeit in der Sternwarte.

Zeitungsartikel in der Goslarschen Zeitung.

Sternwarte bekommt Besuch aus dem All

Zum Geburtstag unseres Sternwartenvereins sogar Besucher aus fernen Welten

Stormtrooper aus dem Star Wars Film überraschte die Gäste und Besucher am Vorabend unseres Vereinsgeburtstags. Viele nutzen die Gelegenheit, mal einen “Außerirdischen” anzufassen oder sich mit ihm fotografieren zu lassen.

 

StarWars in der Sternwarte Sankt Andreasberg

Gepostet von Frank Klauenberg am Freitag, 1. Juni 2018

WIS-Team aus Heidelberg in der Sternwarte

Die Arbeitsgruppe der WIS-Fachleute nutzen auch die Möglichkeiten der Sternwarte St. Andreasberg während ihrer Tagung
Die Arbeitsgruppe der WIS-Fachleute aus Heidelberg nutzen auch die Möglichkeiten der Sternwarte St. Andreasberg während ihrer Tagung

“Wissenschaft in die Schulen!” (WIS) ist das Anliegen einer Gruppe von Fachleuten, das zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter  Olaf Fischer  vom Haus der Astronomie in Heidelberg vorangebracht wird.

Ideale Voraussetzungen für ihre Tagung fanden die Fachleute in St. Andreasberg sowohl im Internationalen Haus Sonnenberg als auch in der benachbarten Sternwarte, an der bis 2 Uhr nachts unter klarem Himmel Gedanken zu den Zielen von WIS ausgetauscht werden konnten.

Aufmerksame Zuhörer bei der Vorstelluing des Konzeptes im Rahmen "astronomischer Inklusion"
Aufmerksame Zuhörer bei der Vorstelluing des Konzeptes im Rahmen “astronomischer Inklusion”

Für das Team der Sternwarte St. Andreasberg bot sich zugleich die Gelegenheit, den Wissenschaftlern das einmalige Konzept der ersten barrierefreien Sternwarte vorstellen zu können.

 

Festakt in der Sternwarte Hondelage/Braunschweig

Die beiden Sternwarten (Hondelage und St. Andreasberg) waren nie Konkurrenten. Sie ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen astronomischen Angebote. Dies hob der Vorsitzende der Harzer Sternwarte, Utz Schmidtko, in einer Laudatio anlässlich eines Festaktes in Hondelage hervor.

Vorsitzender Utz Schmidtko würdigt beim Festakt die astronomische Lebensleistung von Hans Zimmermann
Vorsitzender Utz Schmidtko würdigt beim Festakt die astronomische Lebensleistung von Hans Zimmermann

Diese galt einem Mann, der die Sternwarte nahe Braunschweig zusammen mit Sternfreunden aufgebaut und betrieben hatte. Hans Zimmermann engagierte sich 34 Jahre als Vorsitzender für dieses Projekt und wurde nun nicht nur in den “Ruhestand” geleitet. Die Sternwarte Hondelage wurde am Freitag offiziell umbenannt in “Hans Zimmermann Sternwarte”.

ZweZwei Vorsitzende mit unterschiedlicher "Dienstzeit": 34 Jahre von Hans Zimmermann und (erst) 8 Jahre von Utz Schmidtko
Zwei Vorsitzende mit unterschiedlicher “Dienstzeit”: 34 Jahre von Hans Zimmermann und (erst) 8 Jahre von Utz Schmidtko

Eine mehr als verdiente Geste, die ihm damit zu Teil wurde.
Die St.Andreasberger Sternfreunde wünschen Hans nun einen wohlverdienten “Ruhestand” und seinem Nachfolger Thorsten Schipmann viel Glück bei der Arbeit als Vorsitzender in der Hans Zimmermann Sternwarte.

Galaxien im Sternbild Haar der Berenike

Aktuelles Foto unseres Astrofotografen Michael Koch

Viele Galaxien im Sternbild Haar der Berenike; Fotograf: Michael Koch
Galaxien im Sternbild Haar der Berenike; Fotograf: Michael Koch
Informationen zur Aufnahme:

Standort: Sternwarte St. Andreasberg
Optik: Canon 400 f2.8
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Software: DSS, Fitswork

Bildbeschreibung:

(Wer suchet, der findet)

links oben Balkenspirale NGC4314,
die große Spirale rechts unterhalb ist NCC4274,
die Spirale rechts oben ist NGC4136,
Mitte rechts “The Box” NGC4149, NGC4173, NGC4174, NGC4175,
unterhalb der Bildmitte ist NGC4251 n im Sternbild Haar der Berenike

Zukunftstag 2018

20 Schülerinnen und Schüler der Region verlegten ihren Schulvormittag in die Sternwarte Sankt Andreasberg.

Berufe und Themen aus dem Bereich Astronomie standen diesmal auf dem Lehrplan des Lebens. Für die Pädagogen unter den Referenten war es wichtig, dass das Angebot nicht getrennt nach Geschlechtern (Girls- oder Boys-Day) vermittelt wurde, sondern gemeinsam.

Gruppenfoto mit 20 Schülerinnen und Schüler, die am Zukunftstag astronomische Arbeitsfelder kennenlernten
20 Schülerinnen und Schüler lernten am Zukunftstag astronomische Arbeitsfelder kennen

Wie die Schülerinnen und Schüler  z.B. durch einen eindrucksvollen Beitrag über  die Internationale Raumstation (ISS) von Matthias Gruhn-Creutzburg erfuhren, arbeiten und leben an Bord sowohl Astronauten als auch Astronautinnen für mehrere Monate auf engstem Raum.

Das Programm am Zukunftstag der Sternwarte war von 9 bis 15 Uhr eng getaktet:

Fachgebiete und mögliche Berufe im Bereich Astronomie; Berufe in der Weltraumfahrt; Einführung in das Sternenprogramm Stellarium: Was sehen wir heute am Nachthimmel? Sowie das Kennenlernen verschiedener Bereiche in der barrierefreien Sternwarte in Sankt Andreasberg (Planetarium, weltweit einmalige Medien, diverse Teleskope und ihre Technik)

Die abschließende Meinung der meisten Schüler: „Wir haben eine Menge Einblicke bekommen – nicht nur bezüglich möglicher Berufsfelder, sondern auch ins Universum.“

Jahreshauptversammlung 2018

10 Jahre besteht unser Verein im Juni 2018. Jährlich findet lt. Satzung eine Jahreshauptversammlung statt – eine Pflicht, die im Rahmen der Gemeinnützigkeit vorgegeben ist.

Am Sonnabend fand die Versammlung zum 10. Mal statt und brachte einige personelle Veränderungen.

Der neue Vorstand (v.l.): Vorsitzender Utz Schmidtko; stellvertretende Vorsitzende Rolf Schölzel und Reinhard Görke; Kassenwart Reinhard Fender, Schriftführer Hendrik Millner
Der neue Vorstand (v.l.): Vorsitzender Utz Schmidtko; stellvertretende Vorsitzende Rolf Schölzel und Reinhard Görke; Kassenwart Reinhard Fender, Schriftführer Hendrik Millner

Zu Beginn freuten sich die anwesenden Mitglieder über das lobende Grußwort des Bürgermeisters Stefan Grote.

Lobende Worte des Bürgermeisters Stefan Grote (Mitte); lks. Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz, rechts Vorsitzender Utz Schmidtko
Lobende Worte des Bürgermeisters Stefan Grote (Mitte); lks. Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz, rechts Vorsitzender Utz Schmidtko

Astronomietag bei bestem Wetter

Deutschlandweiter Astronomietag auch in unserer Sternwarte. Und das Wetter spielte wieder mal mit.

Schon um 10 Uhr kamen die ersten Besucher und wollten „mal gern die Sonne sehen“. Mit speziellen Teleskopen ermöglichten die aktiven Mitglieder der Sternwarte allen Besuchern besondere Einblicke – und dies bis in die Nacht.

Die Gäste am Tag der Astronomie können auch die Sonne durchs Spezialteleskop sehen
Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz erklärt den Gästen die Sonne im Weißlicht

Für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für geistige Nahrung. Vorträge wurden fast rund um die Uhr auf verschiedenen Niveaustufen gehalten. Planetariumsprojektion und astronomischer Bücherstand ergänzten das breite Angebot, das mehr als 200 Besucher gern nutzten. I-Tüpfelchen: unser Verein konnte nach dem Jahreswechsel wieder ein 100. Mitglied begrüßen.

Sternenhimmel barrierefrei? Wo gibt´s denn so was?

Astronomie im Rahmen von Inklusion und Barrierefreiheit!

Wo gibt´s denn so was?

Unsere Gäste und Besucher staunen nicht schlecht, denn die meisten Menschen denken bei Barrierefreiheit  nur an körperliche Beeinträchtigungen. Zunächst fällt ihnen der Rollstuhlfahrer ein.

Dass Körperbehinderung jedoch nur einen etwa 50%en Anteil im gesamten Behindertenspektrum einnimmt, erfahren unsere Besucher regelmäßig in der Sternwarte bei Veranstaltungen und wundern sich, wenn wir berichten, dass wir zwei blinde Mitglieder haben.

Es gibt mehr als 10 Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Wenn wir Fachleute in diesem Bereich manchmal die Verhaltensweisen der übrigen Bevölkerung anschauen, so kommt man in vielen Situationen zum Schluss, dass eigentlich die „anderen“ die Behinderten sind. Letztes beobachtetes Beispiel: Wir erlebten mit, dass ein Gast einem Rollstuhlfahrer die Begrüßung mit der (ausgestreckten) Hand „verwehrte“.

Wir sind kein normaler Sternwartenverein, denn wir „arbeiten“ auch an dieser Stelle in Richtung Inklusion – der Teilhabe aller Menschen an allem — auch am Sternenhimmel.

So freuen wir uns besonders, dass wir nun eine wesentliche „“Lücke“ im Spektrum von Barrierefreiheit  schließen konnten: Astronomie für Gehörlose. Britta Illmer – Fachfrau im Bereich Gebärdensprache arbeitet sich immer mehr in diese Materie (z.B. astronomische Fachbegriffe in Gebärdensprache) ein und wird im Laufe der nächsten Monate in unserer Sternwarte auch gehörlosen Menschen den Sternenhimmel näher bringen.

Schauen Sie sich mal das Gebärdensprachen-Video unserer Sternwarte an.