Jahreshauptversammlung 2018

10 Jahre besteht unser Verein im Juni 2018. Jährlich findet lt. Satzung eine Jahreshauptversammlung statt – eine Pflicht, die im Rahmen der Gemeinnützigkeit vorgegeben ist.

Am Sonnabend fand die Versammlung zum 10. Mal statt und brachte einige personelle Veränderungen.

Der neue Vorstand (v.l.): Vorsitzender Utz Schmidtko; stellvertretende Vorsitzende Rolf Schölzel und Reinhard Görke; Kassenwart Reinhard Fender, Schriftführer Hendrik Millner
Der neue Vorstand (v.l.): Vorsitzender Utz Schmidtko; stellvertretende Vorsitzende Rolf Schölzel und Reinhard Görke; Kassenwart Reinhard Fender, Schriftführer Hendrik Millner

Zu Beginn freuten sich die anwesenden Mitglieder über das lobende Grußwort des Bürgermeisters Stefan Grote.

Lobende Worte des Bürgermeisters Stefan Grote (Mitte); lks. Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz, rechts Vorsitzender Utz Schmidtko
Lobende Worte des Bürgermeisters Stefan Grote (Mitte); lks. Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz, rechts Vorsitzender Utz Schmidtko

Astronomietag bei bestem Wetter

Deutschlandweiter Astronomietag auch in unserer Sternwarte. Und das Wetter spielte wieder mal mit.

Schon um 10 Uhr kamen die ersten Besucher und wollten „mal gern die Sonne sehen“. Mit speziellen Teleskopen ermöglichten die aktiven Mitglieder der Sternwarte allen Besuchern besondere Einblicke – und dies bis in die Nacht.

Die Gäste am Tag der Astronomie können auch die Sonne durchs Spezialteleskop sehen
Sternwarten-Betriebsleiter Michal Woronowicz erklärt den Gästen die Sonne im Weißlicht

Für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für geistige Nahrung. Vorträge wurden fast rund um die Uhr auf verschiedenen Niveaustufen gehalten. Planetariumsprojektion und astronomischer Bücherstand ergänzten das breite Angebot, das mehr als 200 Besucher gern nutzten. I-Tüpfelchen: unser Verein konnte nach dem Jahreswechsel wieder ein 100. Mitglied begrüßen.

Sternenhimmel barrierefrei? Wo gibt´s denn so was?

Astronomie im Rahmen von Inklusion und Barrierefreiheit!

Wo gibt´s denn so was?

Unsere Gäste und Besucher staunen nicht schlecht, denn die meisten Menschen denken bei Barrierefreiheit  nur an körperliche Beeinträchtigungen. Zunächst fällt ihnen der Rollstuhlfahrer ein.

Dass Körperbehinderung jedoch nur einen etwa 50%en Anteil im gesamten Behindertenspektrum einnimmt, erfahren unsere Besucher regelmäßig in der Sternwarte bei Veranstaltungen und wundern sich, wenn wir berichten, dass wir zwei blinde Mitglieder haben.

Es gibt mehr als 10 Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Wenn wir Fachleute in diesem Bereich manchmal die Verhaltensweisen der übrigen Bevölkerung anschauen, so kommt man in vielen Situationen zum Schluss, dass eigentlich die „anderen“ die Behinderten sind. Letztes beobachtetes Beispiel: Wir erlebten mit, dass ein Gast einem Rollstuhlfahrer die Begrüßung mit der (ausgestreckten) Hand „verwehrte“.

Wir sind kein normaler Sternwartenverein, denn wir „arbeiten“ auch an dieser Stelle in Richtung Inklusion – der Teilhabe aller Menschen an allem — auch am Sternenhimmel.

So freuen wir uns besonders, dass wir nun eine wesentliche „“Lücke“ im Spektrum von Barrierefreiheit  schließen konnten: Astronomie für Gehörlose. Britta Illmer – Fachfrau im Bereich Gebärdensprache arbeitet sich immer mehr in diese Materie (z.B. astronomische Fachbegriffe in Gebärdensprache) ein und wird im Laufe der nächsten Monate in unserer Sternwarte auch gehörlosen Menschen den Sternenhimmel näher bringen.

Schauen Sie sich mal das Gebärdensprachen-Video unserer Sternwarte an.

Deutschlandweiter Tag der Astronomie auch in St. Andreasberg am Sonnabend, 24. März von 10 Uhr bis Mitternacht

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) alle Sternwarten auf, sich am deutschlandweiten Tag der Astronomie zu beteiligen:

„Der Astronomietag 2018 steht unter dem Motto „Das geheime Leben der Sterne“. Der abendliche Sternenhimmel bietet dazu Ende März zahlreiche Himmelsobjekte, an denen man den Werdegang der Sterne erläutern kann. Von der „Geburt“ eines Sterns aus Gas und Staub mit dem prominenten Orionnebel als Beispiel. Über die „Sternenkindergärten“ der offenen Sternhaufen mit den berühmten Plejaden im Stier. Aber auch einzelne Sterne stehen im Fokus, deren unterschiedliche Temperaturen man mit eigenem Auge sehen kann. Und selbst das Ende eines Sterns können die Besucher im Teleskop erfahren: mit dem „Eskimo-Nebel“ in den Zwillingen als Vertreter der Planetarischen Nebel und mit dem Supernova-Überrest M 1 im Stier. “ (VdS)

Die Sternwarte St. Andreasberg öffnet am Sonnabend, 24. März für alle Interessierten um 10 Uhr die Türen und präsentiert bis Mitternacht ein schönes astronomisches Programm.

Astronomie für Frühaufsteher

Astronomie für Frühaufsteher

Das frühe Aufstehen hat sich heute für Reinhard Görke in Clausthal gelohnt.  Auf dem Häuserbild sieht man das Sternbild Skorpion mit Antares und darüber den Mars und rechts oben Jupiter.

Am frühen Morgen fotografierte Reinhard Görke diese Konstellation

Das zweite Foto verschafft einen Überblick Richtung Südost. Von links: Saturn, Mars mit Antares im Skorpion und rechts Jupiter. Im Hintergrund sieht man einen Teil von Clausthal.

Für die Bilder musste Reinhard Görke jedoch um 5 Uhr aufstehen,  bei -12 Grad.

Bei angenehmen Temperaturen wird Reinhard Görke unseren Sternwartengästen im Vortragsraum Informationen über den Nachthimmel im März geben. Herzlich willkommen zum Astroabend am 2. März 2018.

Erleben Sie (noch einmal) die Sonnenfinsternis in den USA 2017

Dr. Arndt Latußeck, Gymnasiallehrer in Hildesheim, reiste mit seinen Schülern zur Sonnenfinsternis in die USA und präsentiert diese Reise in seinem Vortrag: Eine Reise zur Sonnenfinsternis in die USA (SOFI 2017)

Sonnenfinsternis in den USA 2017 – Ein Erlebnis, über das unser Referent berichten wir.

Weitere Infos zum Programm unseres Astrowochenendes auf unserer Terminseite.

Sichern Sie sich schon jetzt Ihre Plätze, denn wir sind meist schon 3 Tage vor dem Astroabend ausgebucht.

 

 

Beeindruckende Einblicke

Martin Armbrecht – Astrofotograf in unserem Verein – stellt ein sehenswertes Himmelsobjekt vor: den Horsehead-Nebula

Der Pferdekopfnebel liegt direkt neben Alnitak, dem linken Gürtelstern im Orion

Hier einige Daten zur Aufnahme:
Optik: Newton 1260 mm F/4; Montierung: Fornax 51; Guiding: OAG MGEN; Kamera: QHY9; Filter: Ha; Aufnahme: Ha 12×1300″
Aufgenommen am 4.2. und 7.2.2018 in Gittelde
Ähnlich schöne Objekte zeigen wir Ihnen gern live bei klarer Sicht mit Teleskopen unserer Sternwarte. Achten Sie bitte auf unsere Termine.

Erster fester Mitarbeiter der Sternwarte St. Andreasberg

Es war ein langer und aufwändiger Prozess, aber auch diese Barriere hat die Sternwarte St.Andreasberg bewältigt.

Nach  9-jähriger rein ehrenamtlicher Tätigkeit konnten wir am  15. Januar unseren ersten festen Mitarbeiter in Vollzeit einstellen. Dabei  wurden wir besonders unserem Merkmal barrierefreie Sternwarte gerecht und konnten Michal Woronowicz, der selbst körperbehindert ist,  für die vielfältigen Aufgaben gewinnen.

Der Betriebsleiter zeigt einem kleinen Mädchen die Sonne durch ein Spezialteleskop
Der neue Betriebsleiter Michal Woronowicz zeigt allen Menschen Himmelsobjekte.

Beruflich bringt er ein breites Hintergrundwissen als Konstrukteur und Berechnungsingenieur mit und übernimmt nun die Aufgabe des Sternwarten-Betriebsleiters.

Wir sind dankbar für die Finanzierungshilfe.

Vortrag: „Mit dem 3D-Drucker ins Weltall“

Ein spannendes Thema erwartet unsere Gäste beim Astroabend am 2. Februar 2018, 18.30 Uhr in der Sternwarte St. Andreasberg:

Dr. Thomas Mühler (TU Clausthal) referiert über Materialforschung in der Schwerelosigkeit während mehrerer Parabelflüge.

 

22 Sekunden schwerelos – und das 30 Mal hintereinander pro Flug. Foto: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Wir bieten ein umfangreiches astronomisches  Programm am Astrowochenende.

Spende der Glücksschweinchen-Aktion der Goslarer Zeitung ermöglicht weitere barrierefreie Maßnahmen

Unser stellvertretende Vorsitzende Rolf Schölzel freute sich zusammen mit 99 Mitgliedern über eine besondere Spende zum Jahresende. Der Verleger der Goslarer Zeitung Philipp Krause überreichte der Sternwarte 2800 €, die beim Verkauf von Glücksschweinchen einen Tag vor Silvester zusammengekommen waren.

Glücksschweinchen mit Glücks-Cent am Band
Dank der Goslarer Zeitung und vieler Helfer brachten die Glücksschweinchen 2.800 € für weitere barrierefreie Maßnahmen.

Mit diesem Betrag finanziert die Sternwarte weitere barrierefreie Maßnahmen:

Für viele Besucher – besonders Schwerhörige und Menschen mit anderen Hör-Beeinträchtigungen – benötigt unser Vortragsraum eine technische System-Verbesserung. Blinde und Sehbehinderte benötigen in Räumlichkeiten der Sternwarte besondere „Leitsysteme“, die nun  installiert werden können.

Die Sternwarte St. Andreasberg dankt der Goslarer Zeitung und allen Helfern, die dies ermöglichen.