Sternenhimmel barrierefrei? Wo gibt´s denn so was?

Astronomie im Rahmen von Inklusion und Barrierefreiheit!

Wo gibt´s denn so was?

Unsere Gäste und Besucher staunen nicht schlecht, denn die meisten Menschen denken bei Barrierefreiheit  nur an körperliche Beeinträchtigungen. Zunächst fällt ihnen der Rollstuhlfahrer ein.

Dass Körperbehinderung jedoch nur einen etwa 50%en Anteil im gesamten Behindertenspektrum einnimmt, erfahren unsere Besucher regelmäßig in der Sternwarte bei Veranstaltungen und wundern sich, wenn wir berichten, dass wir zwei blinde Mitglieder haben.

Es gibt mehr als 10 Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Wenn wir Fachleute in diesem Bereich manchmal die Verhaltensweisen der übrigen Bevölkerung anschauen, so kommt man in vielen Situationen zum Schluss, dass eigentlich die „anderen“ die Behinderten sind. Letztes beobachtetes Beispiel: Wir erlebten mit, dass ein Gast einem Rollstuhlfahrer die Begrüßung mit der (ausgestreckten) Hand „verwehrte“.

Wir sind kein normaler Sternwartenverein, denn wir „arbeiten“ auch an dieser Stelle in Richtung Inklusion – der Teilhabe aller Menschen an allem — auch am Sternenhimmel.

So freuen wir uns besonders, dass wir nun eine wesentliche „“Lücke“ im Spektrum von Barrierefreiheit  schließen konnten: Astronomie für Gehörlose. Britta Illmer – Fachfrau im Bereich Gebärdensprache arbeitet sich immer mehr in diese Materie (z.B. astronomische Fachbegriffe in Gebärdensprache) ein und wird im Laufe der nächsten Monate in unserer Sternwarte auch gehörlosen Menschen den Sternenhimmel näher bringen.

Schauen Sie sich mal das Gebärdensprachen-Video unserer Sternwarte an.

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