Archiv der Kategorie: Allgemein

Sternwarte to go

Unsere Referenten präsentieren ihre astronomischen Vorträge und Workshops nicht nur in der Sternwarte Sankt Andreasberg. Oft ergeben sich Einladungen von außerhalb – wie z.B. in die TU in Clausthal oder ins Haus der Astronomie in Heidelberg,  Dort wird das Projekt unserer Sternwarte im Rahmen einer bundesweiten Lehrerfortbildung seit Jahren publik gemacht. Die Lehrer haben in Sankt Andreasberg hervorragende Möglichkeiten, ihren Schülern Klassenfahrten mit dem Schwerpunkt Astronomie anzubieten.

Seit Jahren arbeitet die Sternwarte Sankt Andreasberg an einer bundesweiten Vernetzung. Dazu gehörte auch der Beitrag des Vorsitzenden in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf .

Utz Schmiidtko nimmt die Hamburger Gäste in der Bibliothek der Bergedorfer Sternwarte mit auf eine Reise zu den Nordlichtern
Sternwarte to go: Utz Schmidtko zeigt Gästen in Hamburg Polarlicht-Impressionen

Polarlichtvorträge im Rahmen von „Sternwarte to go“ sind beliebt, bergen aber eine gewisse „Ansteckungsgefahr“. Einige Gäste in Sankt Andreasberg und anderen Orten waren so fasziniert, dass sie mit Utz Schmidtko 2016 eine gemeinsame Tour in die Arktis unternahmen, um das erste Mal  Northernlights live erleben zu können.

Die Bibliothek der Hamburger Sternwarte war bis auf den letzten Platz belegt und etliche Hamburger wollen jetzt die Sternwarte Sankt Andreasberg besuchen.

 

 

Perseiden-Meteore über den Wolken

Es regnete, fast waagerecht, die Wolken hingen knapp über den Tannen und dennoch kamen ca. 15 Gäste in die Sternwarte, um sich über den vermeindlichen Sternschnuppenregen zu informieren.

Eine Antenne und analoge Fernsehtechnik helfen, Meteore sichtbar zu machen
Meteor-Scatter: Mit Antenne und Monitor analoge Signale aus Russland empfangen
Und selbst ohne sie direkt sehen zu können, kann man Sternschnuppen sichtbar machen. Dies führte Michael Koch mit einer riesigen Antennenanlage und einem alten analogen Fernsehbildschirm jetzt aufgrund der Wetterlage schon zum zweiten Mal vor. Meteor-Scatter heißt das Verfahren, mit dem man beim Eintreffen eines kleinen Meteors für wenige Sekunden einen russischen Fernsehsender auf dem analogen Bildschirm sehen kann.

Für alle, die an diesem Tag schlechtes Wetter erlebten, hier zweimal Trost: Das Perseidenmaximum ist zwar am 12. August, dennoch kann man auch noch in den Tagen zuvor und danach Meteore sehen. Man muß als Kometenjäger viel Geduld aufbringen oder man programmiert eine Kamera und sichtet am nächsten Morgen rund 1200 Fotos (mehr als 20 schöne Meteore schon bei der ersten Sichtung). Ergebnis: eine Collage der schönsten Sternschnuppen – aufgenommen in der Nacht vom 13. auf den 14. August.

Eine Collage: Fünf Bilder mit unterschiedlich großen Sternschnuppen
Meteore am Nacht- und Morgenhimmel des 14. August

Technikbegeisterte Kinder des VDIni-Clubs Braunschweig

Sie kamen mit ihren Eltern und erlebten ein besonderes astronomisches Programm – mit theoretischen aber auch vielen praktischen Angeboten – Technikbegeisterte Kinder des VDIni-Clubs Braunschweig:

Unseren Sternwarten-Film, der das Projekt dieser besonderen Sternwarte zeigt. Eine Einführung in das ausgezeichnete Stellarium-Programm, mit dem man eine Reise durchs Universum unternehmen kann. Es zeigt eine Animation des aktuellen Sternenhimmels – wo auch immer man sich örtlich befindet. Einen Vortrag über unser Sonnen- und Planetensystem.

Kinder bestaunen ein Teleskop
Michal Woronowicz erklärt den VDIni-Club-Kindern unterschiedliche Teleskoparten

Und in Kleingruppen wechselnd: Die weltweit erste audiotaktile Himmelsscheibe; Planetarium mit 360°-Himmelsprojektion sowie Informationen zur Teleskop-Technik (div. Teleskoparten)

Eine Demo zum Thema: Wie kann man Sternschnuppen auch bei schlechtem Wetter und Wolken „sichtbar“ machen? (Schwerpunkt Perseiden, Meteorscatter)

Sowohl Kinder als auch die teilnehmenden Eltern waren begeistert vom vielseitigen vierstündigen astronomischen Programm.

Jugendliche aus 25 Ländern besuchen die Sternwarte Sankt Andreasberg

Jugendliche aus aller Welt lernen die drehbare Himmelskarte kennen
Sternwartenreferent Reinhard Görke zeigt, wie man Himmelsobjekte finden kann.
Einen besonderen Sternenhimmel in einer ganz anderen Region der Erde kennenzulernen, bietet die Sternwarte Sankt Andreasberg auch den jugendlichen Besuchern, die im Rahmen des Goetheprogramms für drei Wochen im benachbarten Internationalen Haus Sonnenberg zu Gast sind.

Vom gestrigen Astroabend in der benachbarten Sternwarte waren alle 60 Jugendlichen aus 25 Ländern sowie die begleitenden Betreuer begeistert.

Ein Programmpunkt war das Kennenlernen des Himmels mit Hilfe der drehbaren Sternkarte sowie der einmaligen audiotaktilen Himmelsscheibe. Reinhard Görke brachte an diesem Abend – zusammen mit den Sternwartenreferenten Rolf Schölzel und Utz Schmidtko – den jungen Gästen den wunderbaren Nachthimmel von Sankt Andreasberg näher.

Dass die Veranstaltungen der Sternwarte in jedem Jahr bei den Goethe-Gästen beliebt sind, zeigen auch seit Jahren bestehende Kontakte von Jugendlichen aus Aserbaidschan zur Sternwarte über die sozialen Medien.

Sankt Andreasberger Sternschnuppen-Event 12. August 2017

Sternschnuppennacht an der Sternwarte Sankt Andreasberg am 12. August 2017, ab 20 Uhr – Ich wünsche mir…

Beobachten Sie die ganze Nacht (warm bekleidet, vielleicht in Ihrem mitgebrachten Liegestuhl; für die nächtliche Bewirtung sorgen wir) bis zu 140 Sternschnuppen der Perseiden in einer Stunde. Die Erde bewegt sich zwischen dem 17. Juli und 24. August durch den Schweif des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Besonders am 12. August ist der Meteorstrom beobachtbar.

Ich wünsche mir… (bitte für drei Sternschnuppen je einen Wunsch notieren)

Unter allen, die einen ausgefüllten Wunschzettel mit drei Wünschen abgeben, verlosen wir am 12. August 2017 um 23 Uhr drei Preise. (Rechtsweg ausgeschlossen)

  1. Preis: ein kleines Teleskop für Einsteiger,
  2. Preis: ein Sternwarten-Sweatshirt,
  3. Preis: ein Sternwarten-T-Shirt

Kommen, beobachten staunen, wünschen …. Sie sind herzlich eingeladen!

Sternschnuppen-Regen am Nachthimmel von Sankt Andreasberg
Bis zu 140 Meteore in einer Stunde können in der Nacht vom 12. auf 13. August beobachtet werden

Geocacher besuchen das Universum

Die Geocacher freuen sich und winken , da auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde
Mehr als 50 Geocacher fühlen sich wohl in der Sternwarte Sankt Andreasberg

Fast 50 Geocacher besuchten gestern die Sternwarte Sankt Andreasberg und wurden vom Team des Observatoriums mit auf eine Reise ins Universum genommen – und dies bei z.T. bewölktem Himmel und einem kräftigen Regenschauer. Die Vorträge, Präsentationen und Demonstrationen waren spannend, interessant und informativ; geboten wurde ca. 8 Stunden Astro-Programm: der Sternwartenfilm, eine Stellarium-Einführung, Polarlichter einer Geocacherin, Namibia-Impressionen, Informationen über den Sternenhimmel im August, eine Einführung in die Astrofotografie, weitere Polarlichttour-Impressionen, die Himmelsscheibe, Planetariumsprojektionen und bei einer kleinen Wolkenlücke sogar eine kurze Beobachtungssequenz auf dem Außengelände. Die Gäste waren begeistert und möchten gern im kommenden Jahr – dann bei wolkenlosem Himmel – zum 2. Geocaching-Perseiden-Event an der Sternwarte Sankt Andreasberg kommen.

Sternenpfad Harz – Planung stößt auf positives Echo

Wenige Tage nachdem eine Presseagentur die Idee eines geplanten Sternenpfades im Harz veröffentlichte, gab es viel positive Resonanz: Die Radiosender von MDR und FFN führten Interviews mit dem Vorsitzenden der Sternwarte, die z.T. schon mehrfach gesendet wurden. Auf unserer Facebookseite stieg die Zahl der Leser und Kommentatoren stündlich. Das Interesse ist groß, denn hier bietet sich eine weitere Chance für den Harzer Tourismus.

Webseite in neuem Design

Liebe Sternenfreunde,

seit einiger Zeit hatten wir den Plan, die Webseite der Sternwarte Sankt Andreasberg zu überarbeiten. Nach viel Arbeit und reichlicher Unterstützung erstrahlt diese nun in neuem Design. Die Inhalte wurden neu strukturiert und das Design für mobile Geräte angepasst.

Die Überarbeitung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Einige Inhalte werden noch übertragen und die Barrierefreiheit weiter verbessert.

Über Lob, Kritik und Verbesserungswünsche über die Kommentarfunktion oder per E-Mail würden wir uns sehr freuen.

Liebe Grüße,

der Webmaster

Behinderter Amateurastronom macht Mut

Reinhard Pankrath: Astronomie für Menschen mit Handicaps

Der Himmel bleibt spannend. Eigentlich für jeden! Und im Miteinander schon erst recht! (Reinhard Pankrath)

Ziemlich beste Freunde können Astronomie und Menschen mit Handicap werden! Da gilt nicht so etwas wie Keine Ärmchen – keine Schokolade! Als Betroffener möchte ich alle Menschen mit Handicaps sehr ermutigen, sich nicht einschüchtern zu lassen durch Erfahrungen oder Gedanken, dass da nichts geht. Gut, Einschränkungen sind da, das ist richtig. Aber auch hiermit kann man sehr viel Genuss und Freude an der Wissenschaft erreichen! Lassen Sie sich / lasst Euch wirklich ermutigen, die Sache anzugehen. Einen weiteren Vorreiter haben wir ja auch mit der Sternwarte Sankt Andreasberg, die Bemühungen und das Engagement sind wegweisend für zukünftige Projekte!

Reinhardt Pankrath: Astronomie für alle Menschen!
Reinhardt Pankrath: Astronomie für alle Menschen!

Ich selber sitze im Rollstuhl und habe daher nur begrenzte Möglichkeiten, ein Teleskop zu bewegen und zu bedienen. Nun kann ich mit den Armen noch etwas stemmen, aber da habe ich Grenzen ausprobiert und bin bis zu einem Teleskop mit 5″ Optik gekommen. Das ETX 125 ist vom Gewicht her, von der Größe und „Dimension“ das, was ich noch ohne großes Risiko auf- und abbauen kann.

Ein 6″ von der Firma Bresser freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt, erwies sich zwar als optisch sehr reizvoll, aber leider zu schwer. Da ist mein Risiko, dass es mir vom Schoß rutscht usw. doch erheblich und letztendlich nicht zu verantworten (leider!!).

Mit dem ETX und dem im Vergleich hierzu geradezu kleinen PST für die Sonnenbeobachtung steht mir ein Portfolio für Tag und Nacht zur Verfügung. Da habe ich alles abgedeckt, was geht.

OK – Deep Sky hat wegen der relativ kleinen Öffnung seine Grenzen, aber auch hier ist mit visueller Beobachtung und Fotografie doch einiges zu machen. Auch die Herausforderung, das Äußerste mit einem kleinen Gerät heraus zu holen, ist nicht zu verachten! Und für „Spazierengucker“ gibt es ebenfalls sehr viel Faszinierendes zu entdecken. da kann ich gerne später mehr berichten!

Die letzten drei Abschnitte beziehen sich darauf, trotz einer Gehbehinderung alleine zurecht zu kommen. Wie viel mehr ist da drin, wenn man so engagierte und treue Sternfreunde wie bei der Sternwarte St.Andreasberg hat! Hier erschließt sich eine Dimension, die  man gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Die Faszination des Weltalls Menschen näher zu bringen, die zwar in körperlichen Funktionen eingeschränkt sind, aber immer noch über die Schöpfung staunen können und möchten – oder auch mental Herausforderungen annehmen möchten, die die Grenzen des Denkens erweitern und ebenso Erfüllung geben können – das ist herausragend.

Hier werden Kapazitäten für Menschen erschlossen, die sonst „im Windschatten“ stehen. Oder die Möglichkeit, einfach zu genießen und Freude zu haben, in eine neue Dimension einzutauchen, die das Leben aller, der Helfer und des Menschen mit Handicap – bereichert.

Reinhard Pankrath
www.astro.pankrath.eu
astro@pankrath.eu